Vertrag unterschrieben. Visum genehmigt. Wohnung gekündigt.
Dann: „Wir brauchen ihn doch nicht.“
Vor genau einem Jahr:
Ein hochqualifizierter Ingenieur wurde über einen Headhunter aus dem Ausland rekrutiert.
Top-Profil, internationale Erfahrung, alles bereit für den Start in Deutschland.Eine Woche vor Arbeitsbeginn wechselte der zuständige Vorgesetzte.
Die Entscheidung: „Wir brauchen ihn nicht mehr.“ 🫣
Der Vertrag war unterschrieben.
Das Visum und Arbeitserlaubnis genehmigt.
Die Familie hatte ihre Sachen gepackt.
Ich war zu dieser Zeit als HR-Interim-Manager im Unternehmen. Und ich wusste:Jetzt geht es nicht nur um Personal – sondern um Verantwortung.
Statt den Vertrag zu kippen, habe ich vorgeschlagen, den Einstieg wie geplant durchzuführen und die sechs Monate Probezeit zu nutzen:
• Um ihm eine faire Chance zu geben
• Oder ihn wenigstens aktiv dabei zu unterstützen, etwas Neues zu finden
Beides ist passiert.
Er wurde zwar nicht übernommen – aber er ging nicht mit leeren Händen.
Ich habe mit ihm gemeinsam seine Unterlagen überarbeitet, Empfehlungen aufgesetzt und Kontakte aktiviert.
Er hat schnell eine neue Position gefunden.
Was mir diese Erfahrung wieder gezeigt hat:
👉 HR ist nicht dazu da, Entscheidungen einfach nur umzusetzen.
👉 HR ist da, um Brücken zu bauen – auch dann, wenn andere schon Mauern hochziehen.
Gutes HR-Management schafft Perspektiven. Selbst wenn der erste Plan nicht aufgeht.